Anmeldung
Wer ist Online?
KeineTermine
| London |
| Sonntag, den 08. Januar 2012 um 11:11 Uhr | |||
|
London Durch den 1:0 Heimsieg gegen Piräus waren die theoretischen Chancen auf ein Weiterkommen noch gegeben, allerdings stand man weiterhin extrem unter Zugzwang und ausgerechnet jetzt ging es zum nominell stärksten Gegner nach London. Schon unmittelbar nach der Auslosung wurde klar, dass dieses Spiel die größte Nachfrage innerhalb der Fangemeinde auslösen sollte und so stiegen die Flugpreise stündlich. Zum Glück buchten wir direkt nach der Auslosung, denn damit konnte man letzten Endes doch einiges sparen. Das größte Problem stellte jedoch die Kartensituation dar, sodass wir neben der Fanclubbestellung alles Mögliche versuchten um genügend Karten aufzutreiben und irgendwie schafften wir es tatsächlich über Bekannte und den Arsenalverkauf 17 Karten(verteilt auf mehrere Kleingruppen) aufzutreiben. Unser Flug ging ab Hannover am frühen Dienstagabend. Dank der Stunde Zeitverschiebung erreichte man London in sage in schreibe 15 min, was auch nötig war um noch mal kurz in die Stadt zu gehen. So checkten wir schnell in unserem Hostel an der London Bridge ein und fuhren direkt weiter ins Zentrum. Dort blieben leider auch nur noch 2 Stunden bis zur unsäglichen Sperrstunde um 23 Uhr, aber dafür lief man wenigstens nicht Gefahr die letzte U-Bahn zu verpassen. Immerhin hatte der Pub unterhalb des Hostels noch ein paar Stunden auf, sodass man sich dort noch zusammensetzen konnte. Ein paar Stunden gepennt und es stand auch schon der Spieltag ins Haus. Wir hatten ja noch reichlich Zeit und so nutzen wir die Gelegenheit um auch das englische Nationalstadion(sprich das Wembley Stadion) zu erkunden. Man will sich ja schon mal die Spielstätte angucken in der wir 2013 im Champions League Finale auflaufen, wer weiß…..Wäre auf jeden Fall mal eine reizvolle Geschichte dort mal ein Spiel zu erleben, schon das fußläufige Umrunden des riesigen Bauwerkes (90.000 Zuschauer) ist beeindruckend. Anschließend besorgten wir uns schnell ein bisschen Proviant für den Nachmittag und fuhren zum Fantreffpunkt am Finsbury Park. Hatte man zuvor komischerweise nur recht vereinzelt Schwarzgelbe gesehen, machte sich dort das wirkliche Ausmaß der anwesenden Dortmunder bemerkbar. Schon auf dem Fußweg von der U-Bahn Station hin zum Park kaum noch ein Durchkommen auf dem Gehweg, sodass man dachte man sei schon am Treffpunkt, doch scheinbar waren es nur die dortigen Imbisse oder Pubs, die zum Verweilen einluden. Wir gingen weiter zum Park, der schon am frühen Nachmittag nochmal einen drauf setzte was die Anzahl der Dortmunder anging. Während des Wartens bis zum Abmarsch traf man noch viele bekannte Gesichter, sodass die Zeit recht schnell rumging. Vermeintlich zeitig um 18 Uhr rum ging es geschlossen los zum Stadion, leider war die Londoner Polizei wohl sehr überfordert mit einem so großen Gästeanhang (Schätzungen liegen bei 8.000-10.000 Dortmunder). Gefühlt an jeder noch so kleinen Kreuzung wurde der Marsch unnötig gestoppt um 2-3 Autos oder was auch immer passieren zu lassen, die schmalen Straßen des Wohngebietes taten sein Übriges, sodass wir erst gegen halb 8 am Stadion eintrafen. Der Einlass verlief ähnlich schleppend und so kamen wir erst 10 Minuten vor Anstoß im Block an. Wirklich positiv war dagegen, dass sämtliche Dortmunder, die sich über Arsenal Karten geholt hatten, direkt oberhalb des Gästeblocks einen Platz zugewiesen bekamen. Angetrieben vom Gästesektor machte unsere Mannschaft ein wirklich gutes Spiel, leider fielen ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel mit Götze und Bender noch in der 1. Halbzeit 2 zentrale Spieler aus. Am Einsatz mangelte es nicht, jedoch schwand der Spielfluss zusehends und das Spiel nahm erneut einen „dummen Verlauf“, der im 2:1 für Arsenal für endete. Zumindest auf den Tribünen konnte man noch einmal eine gute Visitenkarte abgeben und auch den englischen Medien fiel auf: „Dortmund fans had a whole hymn-book and Europe’s elite league will be the poorer if they go out.“ Am Donnerstag blieb noch ein bisschen Zeit für Sight Seeing. Um annähernd alles Sehenswerte dieser Metropole mal gesehen zu haben kann man wohl mehrere Wochen in London verbringen. Wir beschränkten uns daher auf die vom Hostel zur Flughafenzugstation fußläufig erreichbaren Bauten. Ein paar Bilder geknipst, in einschlägigen Fastfood-Ketten die letzten Pounds ausgegeben und schon ging es auf den Rückweg.
|
